schlagzeugschulen_part 3

Ich möchte an dieser Stelle einige interessante Schlagzeugschulen vorstellen.
Keine altehrwürdigen Gemäuer, sondern Notenmaterial.
Diese Aufstellung soll Euch helfen, sich im Dschungel der Publikationen zurecht-
zufinden.
Alle hier vorgestellten Publikationen besitze ich selbst oder hatte sie schon in den Händen.




drumset_specials

Rick Latham – “Advanced Funk Studies“
Dieses Heft beschäftigt sich mit den Grundlagen des Funks.
Neben grundsätzlichen Übungen findet man Fill Patterns und Solo Patterns sowie Transkriptionen klassischer Grooves wie z.B. Steve Gadd´s legendärem Groove von
Paul Simon´s 50 Ways To Leave Your Lover.
10 Soli zum Üben bilden den Abschluss dieses Heftes.


„Essential Styles for the Drummer and Bassist“
von Steve Houghton und Tom Warrington
Auf einer CD gibt es 30 Takes verschiedener grundlegender musikalischer Stilrichtungen zum Anhören und Mitspielen. Eingespielt sind sie von der ersten Garnitur der amerikanischen Studioelite. Im Begleitheft gibt es die Noten und Kommentare zu den einzelnen Tracks.

Aus dem Inhalt:

Funk, R&B, Pop – Rock, Fusion

Latin(Brazilian/ Afro-Cuban)

Jazz

Mittlerweile gibt es einen zweiten Teil!

„Anton Fig – “In the Groove”
Der langjährige Drummer von David Lettermans Late Night Show hat mit unterschiedlichen Bands eine vielfältige Mixtur unterschiedlicher Stilrichtungen aufgenommen.
Von Shuffle, New Orleans Style u.v.a. bis zu kompletten Stücken reicht die Palette der 15 Play alongs bei denen wirklich die Post abgeht.
Da macht das Üben richtig Spass.

„The Contemporary Drummer + One”
Das Buch von Dave Weckl ist mittlerweile ein Klassiker geworden. Für die 9 Stücke gibt es Charts und im dazugehörigen Heft werden sie ausführlichst analysiert und die Spieltechniken und das Feeling diskutiert.
Das Material erfordert allerdings ein gehobenes Niveau am Instrument. Dafür hat man aber die Möglichkeit, auf den Playbacks mit absoluten Weltklassemusikern zuammenzuspielen.
Die Keyboards spielt kein geringerer als Chick Corea.
Auch Steve Lukather und Cheryl Crow mischen hier mit.

“Gary Chester – “The New Breed”
Seine 39 Systems sind wirklich legendär. Gary hat 39 verschiedene Kombinationen des Zusammenspiels der vier Extremitäten erstellt.
Mit den im Heft enthaltenen Leseübungen kann man eine Unmenge Grooves ausprobieren und seine Unabhängigkeit trainieren. Des weiteren gibt es noch einige andere Systeme, nach denen man die abgefahrensten Grooves zusammenstellen kann.

“Future Sounds”
David Garibaldi ist nicht der Erfinder des Schnellkochtopfes sonder der langjährige Drummer der legendären Tower of Power.
In seinem Buch „Future Sounds“ kocht er allerdings ein ganz besonderes Süppchen. Rhythmische Verschiebungen und abgefahrene Funkgrooves stehen auf dem Speisezettel. Auf der dazugehörigen CD (früher Kassette) kann man sich ein Bild vom außergewöhnlichen Können dieses Drummers machen.

“ “West African Rhythms for Drumset ”
von Royal Hartigan wendet sich an alle , die die unglaubliche Vielfalt der Westafrikanischen Rhythmik auf das Schlagzeug übertragen möchten.
Hier erfährt man viel über den Ursprung der Rhythmen die man heute so selbstverständlich auf vielen Aufnahmen des anglo- und lateinamerikanischen Musik hören kann.
Auf der CD kann man die Rhythmen erst einmal im Original hören. Gespielt werden sie von afrikanischen Musikern auf ihren ursprünglichen Instrumenten. Im Heft gibt es beispielhaftes Notenmaterial und die Umsetzung der Grooves auf das Schlagzeug wird sehr intensiv behandelt.
Ein wirkliches Bonbon für alle, die sich für die Musik anderer Kulturen interessieren.


workbooks_rhythmus


Peter Giger´s „Die Kunst des Rhythmus“ haut mich von Hocker! Giger beschäftigt sich ausführlichst mit den Aspekten der Rhythmik. Behandelt werden Themen wie:


Das Tempo,

Zweier und Dreierunterteilungen,

Positionen im Takt,

Sprechrhythmen und Bodypercussion

Phrasierungen

Rhythmen der Welt

und Polyrhythmik.

Eine weitergehende Beschreibung würde den Rahmen sprengen. Dieses Buch ist nicht nur für Drummer wertvoll, sondern für alle diejenigen, die tiefer in die Materie einsteigen wollen. Der Untertitel „Professionelles Know How für Theorie und Praxis hält, was er verspricht.

Schott Musik International Mainz


“Die Rhythmiklehre“
Die Rhythmiklehre“ Hier hat Eddy Marron ein sehr schönes Arbeitsbuch auf die Beine gestellt.
Ein Bonbon ist die Arbeit mit dem Metronom, es werden sehr interessante Herangehensweisen zur Arbeit mit rhythmischen Übungen erklärt die auch wirklich nachvollziehbar sind.
Das Kapitel Polyrhythmik ist nicht von schlechten Eltern.
Ein Grundlagenwerk!

AMA Verlag


percussion


„Djembe“ von Ursula Branscheid befasst sich ausführlich mit Grundschlagtechniken und Bewegungsabläufen dieses afrikanischen Instrumentes.
Später geht es sehr praxisnah an das Erlernen westafrikanischer Rhythmen. An Hand der CD kann man die gezeigten Übungen sehr gut nachvollziehen und erarbeiten.
Eine Fundgrube,nicht nur für Djembe´spieler.
LEU - Verlag